Nachruf
Karl-Heinz Förster (1938-2017)
von Günter Bärwolff
Karl-Heinz Förster
Karl-Heinz Förster
 
Am 29. Januar 2017 verstarb unerwartet unser Mitglied Karl-Heinz Förster (1938–2017) im Alter von 78 Jahren in Berlin. Es ist Karl-Heinz Förster unter Mitarbeit von Peter Jonas zu verdanken, dass nach seinen professoralen Stationen an der FU Berlin, Dortmund, Oldenburg und seit 1977 an der TU Berlin eine blühende Schule der Operatortheorie entstand, die im deutschsprachigen Raum heute wesentlich von C. Tretter, B. Jacob, J. Berndt und C. Trunk vertreten wird. Viele Doktorarbeiten und Habilitationen enstanden in diesem Umfeld und auch die Workshop-Reihe über Kreinräume und deren Anwendungen.
Die mathematischen Forschungsschwerpunkte von Karl-Heinz Förster lagen in der Funktionalanalysis und Operatortheorie. Er leistete unter anderem wichtige Beiträge zur Spektraltheorie von Matrix- und Operatorpolynomen, der Fredholm- und Semifredholmtheorie linearer Operatoren, und der Perron-Frobenius-Theorie für nichtnegative Operatoren.
Mit ihm verliert die mathematische Community einen leidenschaftlichen Mathematiker und einen unermüdlichen Förderer der Operatortheorie in Deutschland.
 

Materialien

Tabellarischer Lebenslauf
Traueranzeige
 

Bildnachweis

Porträt   Homepage von Karl-Heinz Förster